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HDCP 2.2 – Wie Du weniger Stress mit dem neuen Kopierschutz hast

Viele werden mit dem Begriff HDCP 2.2 sicherlich nichts anfangen können. Manche von euch werden aber wissen, dass dieses Thema nur Ärger und Stress mit sich bringt. In diesem Artikel wollen wir Dich mit dem neuen Kopierschutz vertraut machen, sodass Dir dieser Stress erspart bleibt.

Zunächst erklären wir Dir Grundlegendes zum Thema, damit Du ungefähr eine Vorstellung davon hast, was der Kopierschutz nun für Dich bedeutet und wie er funktioniert. Anschließend erfährst Du, was Du gegen den Kopierschutz machen kannst und welche 4K Monitore über eine Zertifizierung für den neuen Kopierschutz verfügen.

Man kann jetzt schon sagen, dass die Probleme durch den neuen Kopierschutz sich nicht nur auf 4K Monitore beziehen, sondern auch auf 4K Fernseher und Geräte im Hi-Fi-Bereich.

Grundlegendes zum Kopierschutz

1. Was ist HDCP 2.2 und wie funktioniert es?

HDCP steht grundsätzlich für High-bandwidth Digital Content Protection und ist ein hardwarebasiertes Verschlüsselungsprotokoll, welches im Jahre 2003 von Intel entwickelt wurde (Quelle: Wikipedia).

Ein Medium, wie z.B. eine CD, wird dabei vom Hersteller mit HDCP geschützt, um Raubkopien zu verhindern. Speziell Medien mit 4K-Inhalten werden ausschließlich mit der Version 2.2 geschützt, welche im Gegensatz zum Vorgänger sicherer ist.

Damit ein HDCP 2.2 geschütztes 4K Medium gelesen werden kann, muss das Quellengerät HDCP 2.2 zertifiziert sein. Damit die Inhalte auch wiedergegeben werden können, muss auch das Ausgabegerät über diese Zertifizierung verfügen.

Diese Infografik zeigt eine funktionierende Übertragung von 4K Inhalten:
hdcp 2.2 infografik

Man kann sich die HDMI-Verbindung zwischen Quellengerät und Ausgabegerät dabei wie ein Händeschütteln vorstellen. Es wird im Sekunden Takt geprüft, ob beide Geräte auch über dieses Verschlüsselungsprotokoll verfügen. Sollte dieses nicht der Fall sein, so wird die Übertragung gestoppt und ein illegales Abfangen der 4K Inhalte wird dadurch verhindert.

Nicht immer handelt es sich nur um 2 Geräte, welche auf 4K Inhalte zugreifen. Manchmal möchte man zum Beispiel mit einer Soundanlage das 4K Erlebnis verschönern. In dem Fall müssen alle drei Geräte über HDCP 2.2 verfügen. Sollte die Anlage jetzt zum Beispiel nicht darüber verfügen, dann wird die ganze Kette unterbrochen und Du erhältst eine Fehlermeldung.

2. Welche Probleme bringt HDCP 2.2 mit sich?

Auch wenn ein Gerät extra für 4K ausgelegt ist, heißt das nicht unbedingt, dass man alles in 4K genießen kann. Während Gaming, YouTube und selbstgemachte Videos vom Kopierschutz nicht betroffen sind, stellt es ein Problem für geschützte 4K Inhalte dar, wie zum Beispiel Blu-Ray Discs oder Video-On-Demand Anbieter. Heißt also im Klartext, dass nur die Version 2.2 das Wiedergeben von geschützten 4K Filmen oder Serien ermöglicht.

Wenn Dein Gerät nur über die ältere Version HDCP 1.4 verfügt, dann musst Du den Kopierschutz umgehen (mehr dazu unten). Ein Update auf 2.2 ist hingegen nicht möglich, da es sich um eine hardwarebasierte Verschlüsselung handelt.

3. Welche Geräte sind betroffen?

Man kann sagen, dass alle Geräte betroffen sind, welche HDCP 2.2 geschützt Audio- und Videosignale verarbeiten müssen. Das betrifft also sogar Geräte im Hi-Fi-Bereich. Auch die neue PS4 Pro muss HDCP 2.2 geschützte Signale verarbeiten.

Hier mal eine kleine Auflistung von ein paar betroffenen Geräten:

  • 4K Monitor und Fernseher
  • Blu-Ray Player
  • AV-Receiver
  • Soundbars
  • Grafikkarten
  • PS4 Pro

Was Du gegen den neuen Kopierschutz tun kannst

1. Möglichkeit: Die richtige Kaufentscheidung treffen

Die wohl beste Methode ist vor dem Kauf sicher zu gehen, dass das Gerät über HDCP 2.2 verfügt. Hier muss man dann aber darauf achten, dass alle Geräte in der Wiedergabekette den Kopierschutz unterstützen. Man kann auch nicht davon ausgehen, dass jeder 4K TV über HDCP 2.2 verfügt.

Bei 4K Monitoren ist der neue Kopierschutz sogar noch weniger verbreitet, als im TV-Bereich. Aktuell bietet nur LG günstige 4K Monitore mit HDCP 2.2. Wenn Du also mit Deinem neuen 4K Monitor Filme und Serien streamen möchtest, fährst Du mit dem LG 27UD58-B ganz gut ab.

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2. Möglichkeit: Den Kopierschutz umgehen

Mittlerweile wurde auch der „sichere“ Kopierschutz HDCP 2.2 geknackt. Es gibt sogenannte Converter, welche Signale der Version 2.2 in Signale der Version 1.4 umwandeln. Diese lohnen sich für jene, die schon ein 4K Gerät besitzen, welches aber kein HDCP 2.2 unterstützt. Dieses Gerät wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit HDCP 1.4 unterstützen. Ein solcher Converter ist das HDFury Integral, welches für ca. 250 Euro erhältlich ist (Stand: 5.1.16).

Hier geht es zum HDFury Integral HDCP Revision auf

Fazit: Ohne HDCP 2.2 wirst Du kein 4K genießen können

Das Thema HDCP 2.2 wird in nächster Zeit sicherlich noch ein sehr nerviges Thema sein, aber wenn Du Dir diesen Artikel aufmerksam durchgelesen hast, dann solltest Du Dir eine Menge Stress ersparen können. Bis jetzt unterstützen noch recht wenige 4K Monitore den neuen Kopierschutz, doch hoffen wir mal, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.

Was meinst Du zu diesem Thema?
Teile uns in den Kommentaren mit, wie Du zum Thema HDCP 2.2 stehst und ob Dir der Artikel ein wenig weitergeholfen hat.

Kommentare


Kevin 22. Mai 2017 um 18:24

Endlich mal ein verständlicher Artikel! Gerade die Infografik hat mir dabei geholfen HDCP 2.2 endlich zu verstehen.

Danke!

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